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Spruch der Woche


"Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt!"
(Laotse)

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Die Jahreszeiten eines Lebens...              

Liebe BewohnerInnen unserer Pfarrgemeinschaft!
Liebe PfarrblattleserInnen!

Die Überschrift meiner Gedanken ist zugleich der Titel eines wunderschönen Liedes von Reinhard Mey! Es geht in diesem Lied um zwei Menschen, die sich von den ersten Anfängen unbändiger Liebe bis zum bevorstehenden Lebensabend durch alle Höhen und Tiefen, durch dick und dünn begleitet haben.
Lassen Sie mich diesen Liedtitel zuerst einmal auf die vier Jahreszeiten umdenken. An dem Tag, an dem ich diese Zeilen gerade eben schreibe, lese ich Minusgrade am Thermometer ab – es ist der 21. März!
Aber es kann wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis endlich der Frühling durchbricht. Neues Leben wird aufbrechen und wir werden uns nach den ersten wirklich wärmenden Sonnenstrahlen ausstrecken – und das wird nicht nur unserem
Körper, sondern auch unserer Seele gut tun.
Der Berichtzeitraum dieses Pfarrblattes erstreckt sich bis in den September. Dann werden die Tage, bevor sie noch länger geworden sind, schon wieder deutlich kürzer sein. Mir bleibt also, auch wenn es sich vielleicht etwas eigenartig anhören mag, Ihnen eine gute Zeit des Säens und des Erntens zu wünschen.
Und hier bin ich gedanklich wieder bei den Jahreszeiten eines Lebens, wie sie Reinhard Mey besingt. Die Zeit, zu säen und zu ernten haben die zwei miteinander gut erlebt, ohne die Zeit, sich auch nur einmal umzudrehen. Von allen Wünschen, die sie noch haben, bleibt der sehnlichste von allen: Die Zeit des Raureifes miteinander noch zu sehen.
Wenn jemand den Wagemut unternimmt, aufgrund des Lebensalters vielleicht realistischerweise noch Jahrzehnte vor sich zu glauben, im Rückblick
werden die Jahre trotzdem verflogen sein, ohne zu wissen, wo sie eigentlich hingekommen sind.
Auch wenn uns unser Glaube die endgültige Vollendung erst nach allem Irdischen verheißt, haben wir doch den Auftrag mitbekommen, unser Erdendasein möglichst gut und verantwortungsvoll zu gestalten.
Die Jahreszeiten unseres Lebens werden allesamt ihre je eigenen Schönheiten haben. Da ist sehr vieles einzig Geschenk.
Möge Gott und unser eigenes Zutun, soweit dies möglich ist, es geben, dass wir dann, wenn sich der Raureif um uns legt, auf ein gelungenes Leben
zurückblicken können.
Möge alles Misslungene und Unvollkommene, das es auch immer geben wird, übergehen in die Vollkommenheit der grenzenlosen Liebe Gottes.

Das wünscht sich und Ihnen allen
Pfarrer Lukas Zingl

Sie erreichen mich unter: 0664/260 50 39                                       
Handynummer Pfarrgemeinschaft :  0676/8742 6565        


PFARRGEMEINSCHAFT
VORAU - WENIGZELL - ST. JAKOB IM WALDE 

WILLKOMMEN - HEREIN! MÖGEN DIE JAHRE GUT ZU UNS SEIN!
Nichts liegt uns näher als der Wunsch und die tiefe Sehnsucht nach einem gelingenden und geglückten Leben. Die Frage nach dem Glück jedoch ist eine sehr subjektive. Wenn ich 1000 Menschen danach fragen würde, würde ich wahrscheinlich 1000 Antworten darauf  bekommen. Und doch gibt es auch objektive Maßstäbe für Sinnerfüllung.
Kein Mensch ist nur allein auf sich selbst ausgerichtet und genügt sich selbst. Mit anderen Menschen in Harmonie zusammenzuleben, scheint allen wichtig zu sein. Alle sehnen sich nach Frieden und Sicherheit. Anerkannt, geschätzt und geliebt zu werden, zählt zu den Ursehnsüchten der Menschheit.
Es gibt in unserer Zeit und Welt immer mehr Versuche, all das zu verwirklichen. Aber nicht alle Wege führen auch wirklich zum Ziel.
Jesus hat uns mit seinem Reden und Tun gezeigt, was wirkliche Sinnerfüllung heißt. Alles Leben, alles Irdische ist uns geschenkt, um es verantwortungsbewusst zu verwenden und zu gestalten. Doch Jesus holt die Menschen immer wieder auch aus ihrer engen Erdgebundenheit, indem er inständig auf das Reich Gottes verweist, das mit seinem Kommen begonnen hat, das uns allen aber in seiner letzten Vollendung noch bevorsteht.
Das zu vermitteln ist seit jeher Auftrag unserer Glaubensgemeinschaft. In den Pfarren und Gruppierungen unserer Kirche gelingt es manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg, den Menschen zu zeigen, wie ein sinnerfülltes Leben aussehen kann.

In unserer neuen Pfarrgemeinschaft Vorau – Wenigzell – St. Jakob/Walde werden uns viele Möglichkeiten und Chancen eröffnet, den Menschen Orte zu schaffen, wo sie, durchaus mit einem nicht geringen Maß an Eigenverantwortung, spüren, dass es gut ist, dazuzugehören, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, mitgestalten zu können und einfach auch so manche Antwort auf die Fragen ihres Lebens zu finden.
Ich bitte Sie alle um ihre wohlwollende Bereitschaft, mitzudenken, mitzureden und mitzutun. Es wird auf Dauer einfach zu wenig sein, darauf zu warten, was den hauptamtlichen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen alles so einfällt, um im Hinterfeld Kritik und Unzufriedenheit keimen zu lassen. Nur in einem offenen, ehrlichen und uns gegenseitig bereichernden Umgang miteinander kann das durchscheinen, worum es für uns alle im Blick auf Jesus gehen soll.
In einer freudigen und hoffnungsvollen Erwartung auf viele gute Begegnungen und auf gegenseitige Bestärkung auf unserem gemeinsamen Weg mögen viele gute Jahre für uns ins Land ziehen.
                                        Pfr. Lukas Zingl