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Spruch der Woche


"Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt!"
(Laotse)

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„…und der Wind geht allezeit über das Land…“     

Liebe BewohnerInnen unserer Pfarrgemeinschaft!
Liebe PfarrblattleserInnen!

„…über Seen und Wälder und goldenes Korn, über Dörfer und Städte, über kargen Sand, und er weiß nichts von Ehre, von Stolz und von Zorn. Und es kümmert ihn nicht, wer die Menschen regiert, welche Macht, welche Lehre den Erdball umspannt, wer den Acker bestellt, wer zum Krieg ausmaschiert, der Wind geht allezeit über das Land.“ (R.Mey)

Es ist ein Lied über die Sinnlosigkeit des Krieges und über so manche andere Sinnlosigkeiten des Lebens auch. Der Wind stürmt und pfeift zwar manchmal verheerend und katastrophal auch über unser Land – aber er pfeift sich nichts wegen der zeitweisen Unwegsamkeit des Lebens der Menschen. Wie oft denke ich mir, dass, von außen betrachtet, manche scheinbar Unaushaltbares aushalten müssen – und der Wind geht trotzdem unaufhaltsam und unbeirrt auch über ihr Land.

Wenn jemand selbst in persönlichen Krisen steckt, weiß er oder sie nicht immer sofort einen Weg, der sie herausführt. Oft braucht es viel Kraft und unermessliche Mühe, manches zu überwinden und neu zu ordnen. Unterdessen ging der Wind unbeirrt auch über ihr oder sein Land.

Wenn Menschen einander das Leben schwer machen, einander aus irgendwelchen Gründen nicht mehr in die Augen schauen können, jeder auf seinen Standpunkten beharrt usw., auch dann geht der Wind unaufhörlich über ihr Land.

Das könnte also in den Höhen und Tiefen menschlichen Lebens heißen, dass alles immer irgendwie vorübergeht, manches scheinbar nicht zu ändern ist und sich jeder an irgend einem Punkt seines Weges sich selbst überlassen ist.

Für uns als ChristInnen, die wir noch einen tieferen Lebenshintergrund haben, heißt das vor allem aber eines: Wie immer unser Leben auch aussieht, mit den unterschiedlichsten Facetten darin, und wenn der Wind sich auch noch so wenig darum pfeift: Einer ist da, bei dem wir uns in jedem Atemzug unseres Lebens geborgen und aufgehoben fühlen dürfen, weil er uns nicht uns selbst überlässt, sondern weil wir ihm über alles wichtig sind und er uns in unserer Einzigartigkeit wertschätzt und unendlich liebt.

Es kann nur das der Grund sein, dass Gott seinen eigenen Sohn durch sein Leiden hindurch an das Kreuz geführt und ihn durch seine Auferstehung hindurch zu einem neuen Leben geführt hat, ihn und auch uns.

Pfr. Lukas Zingl

Sie erreichen mich unter: 0664/260 50 39                                       
Handynummer Pfarrgemeinschaft :  0676/8742 6565        


PFARRGEMEINSCHAFT
VORAU - WENIGZELL - ST. JAKOB IM WALDE 

WILLKOMMEN - HEREIN! MÖGEN DIE JAHRE GUT ZU UNS SEIN!
Nichts liegt uns näher als der Wunsch und die tiefe Sehnsucht nach einem gelingenden und geglückten Leben. Die Frage nach dem Glück jedoch ist eine sehr subjektive. Wenn ich 1000 Menschen danach fragen würde, würde ich wahrscheinlich 1000 Antworten darauf  bekommen. Und doch gibt es auch objektive Maßstäbe für Sinnerfüllung.
Kein Mensch ist nur allein auf sich selbst ausgerichtet und genügt sich selbst. Mit anderen Menschen in Harmonie zusammenzuleben, scheint allen wichtig zu sein. Alle sehnen sich nach Frieden und Sicherheit. Anerkannt, geschätzt und geliebt zu werden, zählt zu den Ursehnsüchten der Menschheit.
Es gibt in unserer Zeit und Welt immer mehr Versuche, all das zu verwirklichen. Aber nicht alle Wege führen auch wirklich zum Ziel.
Jesus hat uns mit seinem Reden und Tun gezeigt, was wirkliche Sinnerfüllung heißt. Alles Leben, alles Irdische ist uns geschenkt, um es verantwortungsbewusst zu verwenden und zu gestalten. Doch Jesus holt die Menschen immer wieder auch aus ihrer engen Erdgebundenheit, indem er inständig auf das Reich Gottes verweist, das mit seinem Kommen begonnen hat, das uns allen aber in seiner letzten Vollendung noch bevorsteht.
Das zu vermitteln ist seit jeher Auftrag unserer Glaubensgemeinschaft. In den Pfarren und Gruppierungen unserer Kirche gelingt es manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg, den Menschen zu zeigen, wie ein sinnerfülltes Leben aussehen kann.

In unserer neuen Pfarrgemeinschaft Vorau – Wenigzell – St. Jakob/Walde werden uns viele Möglichkeiten und Chancen eröffnet, den Menschen Orte zu schaffen, wo sie, durchaus mit einem nicht geringen Maß an Eigenverantwortung, spüren, dass es gut ist, dazuzugehören, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, mitgestalten zu können und einfach auch so manche Antwort auf die Fragen ihres Lebens zu finden.
Ich bitte Sie alle um ihre wohlwollende Bereitschaft, mitzudenken, mitzureden und mitzutun. Es wird auf Dauer einfach zu wenig sein, darauf zu warten, was den hauptamtlichen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen alles so einfällt, um im Hinterfeld Kritik und Unzufriedenheit keimen zu lassen. Nur in einem offenen, ehrlichen und uns gegenseitig bereichernden Umgang miteinander kann das durchscheinen, worum es für uns alle im Blick auf Jesus gehen soll.
In einer freudigen und hoffnungsvollen Erwartung auf viele gute Begegnungen und auf gegenseitige Bestärkung auf unserem gemeinsamen Weg mögen viele gute Jahre für uns ins Land ziehen.

Pfr. Lukas Zingl